Guter Auftritt: Welcher Fußboden ist der Richtige?

Die Hälfte aller Deutschen wählt für ihren Fußboden einen glatten Belag. Holz steht dabei ganz oben auf der Einkaufsliste. Dieser natürliche Rohstoff schafft ein ausgeglichenes Raumklima und eine gemütliche Atmosphäre. Und durch seine geringe Wärmeleitfähigkeit frieren nackte Füße fast nie. Doch welcher Holzboden darf es für das behagliche Zuhause sein?

Dielen und Parkett sind meist aus Massivholz gefertigt. Im Baumarkt werden sie in der Regel unbehandelt verkauft – Heimwerker ölen und wachsen diesen Bodenbelag daher selbst oder versiegeln ihn mit einer imprägnierenden Flüssigkeit. Das verlängert die Lebensdauer.
Achtung: Massivholz „arbeitet“, das heißt, unter Temperatureinfluss quillt es auf oder schwindet. Parkett und Dielen sollten sich daher 48 Stunden dem Raumklima anpassen können, beim Verlegen lässt man dann eine Dehnungsfuge von etwa 20 bis 30 Millimetern zur Wand.

Eine kostengünstigere Alternative zu massiven Dielen sind die so genannten Landhausdielen, die aus mehreren Holzschichten bestehen.
Auch das Fertigparkett ist nicht massiv: Die Unterschicht aus mehrlagigem Weichholz oder einer Spanplatte ist hier mit der oben liegenden Nutzschicht verleimt, die aus widerstandsfähigem Holz besteht. Fertigparkett muss meistens nicht nachbehandelt werden. Wie bei allen Holzböden sollte die Oberschicht mindestens vier Millimeter dick sein, um sie später einmal abschleifen zu können.

Laminat sieht aus wie echtes Holz, allerdings besteht nur die untere Trägerschicht aus Span- oder Faserholz. Sie wird mit bedrucktem, imprägniertem Dekorpapier beklebt und mit einer durchsichtigen Schicht aus Kunstharz überzogen.
Klick-Laminat können selbst ungeübte Heimwerker einfach verlegen: Die Paneele werden einfach zusammen geschoben, Kleber ist hier überflüssig. Beide Laminat-Arten vertragen kein tropfnasses Wischen, da die Oberschicht sonst aufweichen könnte. Zur Pflege besser staubsaugen und mit einem nebelfeuchten Tuch nachwischen.

Wer zum Beispiel Schlaf- oder Kinderzimmer lieber mit einem trittelastischen Holzboden auslegt, für den ist ein Fußboden aus Kork die richtige Wahl. Dieser besteht aus Rinde der Korkeiche und ist als Fliese oder als Fertigparkett zu kaufen. Ein hochwertiger Korkboden besitzt eine Mindestdichte von etwa 500 Kilogramm pro Kubikmeter – ein Qualitätsmerkmal, auf das der Käufer achten sollte.

Übrigens: Umweltorganisationen, Sozialverbände und verantwortungsbewusste Unternehmen haben sich zum Weltwaldrat (Forest Stewardship Council) zusammengeschlossen.
Das in ihrer Zusammenarbeit entstandene FSC-Gütesiegel kennzeichnet Holz aus umweltverträglicher und sozial verantwortlicher Holzwirtschaft.

(Quelle: OBI)