Die Wärme aus der Nische holen

Ein durchschnittlicher Haushalt verwendet rund 80 Prozent seines Energiebedarfs zum Heizen. Das ist mehr als nötig, da oft an vermeidbaren Stellen Wärme verloren geht. Baumärkte bieten für jedes zugige Problem einfache Lösungen an, durch die sich Energie und Geld sparen lässt.

Bei Fenstern beispielsweise sind schlechte Dichtungen eifrige Wärmediebe. Ob Fensterfugen noch dicht genug sind, lässt sich leicht testen: Ein zwischen Fenster und Rahmen geklemmtes Blatt Papier darf sich bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen lassen. Sonst sollte mit selbstklebenden Schaumstoff- oder Filzstreifen nachgebessert werden.
Noch besser und vor allem langlebiger sind dauerelastische Dichtungsprofile. Undichte Rahmenstellen lassen sich leicht mit einer brennenden Kerze ausfindig machen: Der Luftzug lässt die Flamme flackern. Eine formgenaue Abdichtung der meist ungleichmäßigen Spalten ist nur mit Silikon möglich, was etwas Übung verlangt.

In Heizungsnischen sind die Wände besonders dünn, daher geht viel Wärme nach außen verloren. Heizkörperdämmplatten, die man hinter den Heizkörpern an die Wand klebt, können hier zusätzlich isolieren. Bei Platzmangel reduziert auch reflektierende Aluminiumfolie den Wärmeverlust.
Noch ein Tipp: Nicht überheizen! Die gesündeste Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20° C. Ein um ein Grad kühleres Zimmer senkt außerdem die Heizkosten um bis zu sechs Prozent.

(Quelle: OBI)