Fenster selbst einbauen

Beim Kauf eines Hauses fallen häufig viele Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten an. Ist das Haus etwas älter und wurde bisher nicht saniert, ist es wahrscheinlich, dass die Fenster ausgetauscht werden müssen. 

© flickr.com ~konny (CC BY 2.0)

Mit alten und undichten Fenstern wird Feuchtigkeit und Kälte von außen eindringen und Wärme entweichen. Eine gute Energiebilanz ist damit nicht mehr gegeben. Allerdings ist es nicht immer notwendig, dass die Fenster durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Wer handwerklich geschickt ist und über das notwendige Werkzeug verfügt, kann innerhalb von wenigen Stunden ein Fenster austauschen und damit Geld sparen.

Alten Rahmen entfernen

Wer die Fenster selbst einbauen möchte, sollte sich dafür einen kräftigen Helfer zur Seite stellen. Die Fenster lassen sich dann sicherer und genauer einbauen. Da ein schiefes Fenster kein schöner Anblick ist, sollte die helfende Hand eingeplant werden. Selbst wenn es nur Abweichungen von wenigen Millimetern sind, werden sie von einem genauen Auge schnell erkannt.

Bevor jedoch die neuen Fenster eingebaut werden können, müssen die alten weichen. Dafür werden die alten Fensterflügel ausgehängt, sodass der Rahmen einfach zu erreichen ist. Wurde der Rahmen mit Rahmendübeln befestigt, werden diese entfernt, bevor der nächste Schritt erfolgt. Mit einem Fuchsschwanz kann er nun in mehrere Teile zersägt und anschließend mit einem Hammer herausgeschlagen werden. Da er unter Umständen splittern kann, ist es wichtig, feste Arbeitshandschuhe zu tragen.

Sind Maueranker zu finden, kann es etwas anstrengend werden, wenn diese mit Hammer und Meißel entfernt werden. Wer hat, nimmt eine Flex und macht sich die Arbeit dadurch wesentlich leichter. Sind die Anker entfernt, wird aus der Laibung überschüssiger Putz entfernt, damit später der PU-Schaum fest anliegt.

Genaues Ausmessen notwendig

Nun wird die Maueröffnung  ausgemessen, damit die Fenster passgenau eingefügt werden können. Es ist falsch, wenn die Öffnung nur knapp bemessen wird, sodass der Fensterrahmen reingedrückt werden muss. Richtig gehen die Handwerker vor, wenn die Öffnung so groß ist, dass zwischen Rahmen und Laibung zwischen einem und zwei Zentimetern Platz bleibt. Hier wird später der Montageschaum eingespritzt, der verhindert, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Gelegentlich kommt es vor, dass beim Entfernen des alten Rahmens kleinere Teile des Mauerwerkes aus Versehen herausgebrochen werden. Mit Reparaturmörtel lassen sich diese Unregelmäßigkeiten schnell entfernen.

Mit Montageschaum Fuge ausfüllen

Das neue Fenster (ohne Flügel) wird nun in die Maueröffnung gesetzt und steht dabei auf Tragklötzen. Seitlich werden ebenfalls Distanzklötze eingefügt, damit der Abstand gleichmäßig ist und der Rahmen beim weiteren Arbeitsschritt nicht mehr verrutscht. Sitzt er richtig, was mit Wasserwaage und Lot kontrolliert wird, werden Rahmendübel durch den Rahmen seitlich ins Mauerwerk gebohrt. Jetzt können die Fensterflügel eingehängt werden. Lässt sich das Fenster problemlos öffnen und schließen, wird die äußere Fuge ausgeschäumt und nach dem Aushärten abgeschnitten.

Nun wo das Fenster sicher sitzt, können Fensterbank und Abdeckleisten angebracht werden.

Eine genaue Anleitung finden Interessierte auch unter: http://www.bauanleitung.org/haus/fenster-einbauanleitung/