„Wie eine transparente Thermojacke“: Moderne Wärmedämmgläse...

Wohngebäude verlieren teure Heizenergie besonders häufig durch veraltetes, unbeschichtetes Isolierglas, das in der Zeit vor 1995 verwendet wurde. Deshalb sollte der Austausch der alten Verglasung gegen effiziente Wärmedämmgläser ganz oben auf der Wunschliste von Eigentümern sanierungsbedürftiger Altbauten stehen.

„Früher waren Fenster echte Energieverschwender. Das hat sich im Laufe der vergangenen Jahre mit der Entwicklung energieeffizienter Verglasungen vollkommen geändert“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas, Jochen Grönegräs. Lag die technische Kennzahl für den Wärmeverlust von Verglasungen, der so genannte Ug-Wert, bei den bis in die 1970er Jahre üblichen Einfachverglasungen noch bei rund 5,8 W/m2K und bei vor 1995 verwendeten Zweischeiben-Isoliergläsern bei rund 3 W/m2K, hat sich dieser Wert bei Wärmedämmglas heute auf 1,1 W/m2K, bei Dreifach-Wärmedämmglas sogar auf rund 0,7 W/m2K verbessert. Das macht sich nicht nur im Geldbeutel bemerkbar: „Wird der Ug-Wert nur um 0,1 W/m2K gesenkt, lassen sich pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr rund 1,2 Liter Heizöl jährlich einsparen. Und jeder Liter Heizöl, der weniger verbraucht wird, bedeutet pro Jahr eine Ersparnis von fast drei Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases CO2“, rechnet Grönegräs vor. Beschichtetes Wärmedämmglas ist ein High-Tech-Produkt. Es besteht aus mehreren hintereinander liegenden Scheiben, zwischen denen sich ein oder mehrere mit Edelgas gefüllte Zwischenräume befinden. „Dieses Edelgas besitzt eine weitaus höhere Isolierwirkung als Luft und eignet sich deshalb besonders gut zur Wärmedämmung“, erklärt Jochen Grönegräs. Vor allem aber sind auf den Glasoberflächen praktisch unsichtbare Edelmetallbeschichtungen aufgebracht. Diese befinden sich geschützt zwischen den Scheiben und sorgen dafür, dass langwellige Wärmestrahlen reflektiert, kurzwellige Strahlen dagegen hindurch gelassen werden. Diese Technologie bewirkt, dass in der kalten Jahreszeit die teure Heizenergie im Raum gehalten wird und die Kälte draußen bleibt. Gleichzeitig können die wärmenden Sonnenstrahlen bei tief stehender Sonne effektiv für eine Erwärmung der dahinter liegenden Räume genutzt werden, was in der kalten Jahreszeit zusätzlich hohe Heizkosten einspart. Die besseren Verbrauchswerte machen sich außerdem bei Verkauf oder Vermietung positiv im Energieausweis bemerkbar und steigern den Wert der Immobilie erheblich. Welche Verglasung – zum Beispiel Zwei- oder Dreifach-Wärmedämmglas – für eine Modernisierung in Frage kommt und ob das Glas in den vorhandenen Rahmen passt oder ein neues Fenster ratsam ist, weiß der qualifizierte Fensterfachbetrieb. Weitere Informationen unter www.energiesparen-mit-glas.de