Das Haus fürs Auto

Wer ein Haus baut, muss an vieles denken. Ein großes Problem in dicht besiedelten Gebieten sind Stellplätze für das Auto oder auch die Familienautos. Wer Kinder im Führerscheinalter hat, kann sich dann schon mal damit konfrontiert sehen, gleich drei Stellplätze schaffen zu müssen. Eine Doppelgarage oder ein Carport, in dem alle Fahrzeuge unterkommen, braucht man dann mindestens. Doch welche Lösung passt zum Haus?

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Nutzen und Last

Eine geschlossene Garage ist wahrscheinlich das Beste, was man für sein Auto tun kann. Sicher, warm und trocken steht es dort und ist vor Wettereinflüssen wie auch vor neugierigen Blicken gut geschützt. Gerade bei teureren Fahrzeugen ist sie eine Überlegung wert, nicht nur wegen der Diebstahlgefahr. Der geschlossene Raum schützt beim Auto Fahrwerk und Karosserie vor Rost und Wetterschäden und wer im Winter unterwegs sein muss, braucht sich nicht mit Scheibenkratzen oder Ähnlichem aufzuhalten. Die Windschutzscheibe bleibt sauber und wird nicht von Harz oder Blütenstaub verunreinigt. Doch nicht jeder möchte an sein Haus ein solches Gebäude anbauen. Ist die Garage für zwei Wagen ausgelegt, kommen da schon einige Quadratmeter Fläche zusammen, die bebaut werden müssen und teilweise kann man da auch mit dem Bebauungsplan in Konflikt kommen. Wem eine geschlossene Garage zu massiv und wuchtig ist und wer Probleme mit dem Gesetz bekommt, wenn er ein so großes Gebäude anbauen will, der kann als Alternative einen offenen Carport anlegen. Damit wird den Fahrzeugen auch ein gewisser Schutz zuteil, doch optisch und technisch macht der Bau einen großen Unterschied.

Weniger Aufwand für offene Lösung

Ein Carport kann direkt auf die gepflasterte Fläche gebaut werden, es sind keine Aushebearbeiten oder das Gießen eines kompletten Fundaments notwendig. Mit wenigen Arbeitsschritten kann man sogar in Eigenregie die meist als Bausatz gelieferten Carports aufstellen. Lediglich für die seitlichen Stützen kann es, je nach Untergrund, Sinn machen, sie in Beton zu versenken, dann halten sie auch gegebenenfalls misslungenen Rangierarbeiten stand. Manchen schwören auf einen losen Stand, da dann bei einem Crash im Zweifel der Carport nachgibt statt dass sich das Fahrwerk des Autos verzieht. Die Größe des Carports ist bei ausreichend Platz laut Baugesetz frei wählbar, denn die Beschränkung in der Quadratmeterzahl für auf dem Grundstück errichtete zusätzliche Gebäude bezieht sich auf solche mit geschlossenen bzw. mindestens drei Wänden. So kriegt man eventuelle sogar die Autos vom Sohnemann oder Töchterlein noch mit unter das schützende Dach. Ein Rankengewächs kann verschönernd wirken, ansonsten kann das Holz auch in beliebiger Farbe nachträglich angestrichen werden. So, dass es zum Haus und zu den übrigen Bauten auf dem Grundstück passt. Einziger Nachteil beim Carport: Der Wagen ist nicht so geschützt wie in der Garage und zusätzlicher Platz zum Unterstellen von Fahrrädern oder Gartenwerkzeugen wird auch nicht geschaffen. Trotzdem ist der Bau eines Carports immer noch die bessere Alternative zum Stellplatz im Freien oder auf der Straße.