Im Blickpunkt: die energetische Sanierung

Im Zuge der Energiewende werden energieeffiziente Häuser schon seit Jahren sogar von der KfW gefördert. Und das mit Erfolg: Bei Neubauten wird immer häufiger auf die Energiebilanz geachtet, Begriffe wie Passiv- oder Nullenergiehäuser sind längst keine Fremdwörter mehr. Der Bundesregierung reicht das jedoch nicht. Um weiterhin die führende Nation in Sachen Energiewende zu bleiben, sollen auch Bestandsimmobilien noch stärker und schneller verändert werden, als bislang geschehen.

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Das Ziel in Zahlen

Beim heutigen Hausbau sind beinahe alle Aspekte individuell verhandelbar; von der Solaranlage auf dem Dach bis hin zum Carport vor der Tür, wie z.B. http://www.carportriese.de/carport-angebot.php zeigt. Bei bestehenden Häusern sind Veränderungen dagegen umso aufwendiger, da die Strukturen teils aufgebrochen und verändert werden müssen. Vielen Besitzern kommt die Forderung der Bundesregierung deswegen nicht gerade entgegen, da sie hohe Investitionen bedeutet. Und zwar soll der Wärmebedarf aller Gebäude bis 2050 um ganze 80 Prozent gesenkt werden; bis 2020 sind zunächst 20 Prozent ins Auge gefasst.

Mieter als Leidtragende?

Wie teuer die Sanierung tatsächlich ist, hängt jeweils von der Größe und vom Zustand des Hauses ab. Bei Einfamilienhäusern darf jedoch gerne mit 150.000 Euro kalkuliert werden, bei größeren Objekten direkt mit 300.000 oder 400.000 Euro. Die bislang relativ geringe Bereitschaft vieler Besitzer, die Sanierung anzugehen, ist daher sogar verständlich. Gefragt ist deswegen einmal mehr die KfW, die den Umbau mit Fördermitteln attraktiver machen soll. Beim Neubau von Energiesparhäusern hat diese Methode schließlich auch funktioniert. Dennoch steht fest, dass die Sanierungen in den meisten Fällen zu Mietpreissteigerungen führen werden. Das ist sogar gesetzlich verankert. Bedeutet: Besitzer sind in Folge der energetischen Sanierung berechtigt, die Miete bei laufenden Verträgen um mehr als das zulässige Maß zu erhöhen.

Kostendeckende Ersparnis als Ziel

Angesichts der Not, die viele Normal- und Geringverdiener schon jetzt in deutschen Großstädten spüren, scheint der Sanierungsdrang also nicht unbedingt sozialverträglich zu sein. Als Gegenargument werden stets die auf Dauer sinkenden Kosten genannt, von denen die Mieter natürlich an vorderster Front profitieren. Es ist somit wichtig, dass die Sanierung wirklich effektive Auswirkungen auf die Bilanz des Hauses hat, damit diese Ersparnis auch spürbar wird. Immerhin: Die Sanierung kann im selben Zuge auch genutzt werden, um dem Haus einen neuen Anstrich zu geben. Moderne Baustoffe machen aus dem etwas fahlen 60er-Jahre-Bau ein zeitgemäßes Stadthaus mit Flair. Auch dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen, vor allem bei Immobilien, die langfristig als Wertanlage oder zum baldigen Weiterverkauf betrachtet werden.