Alternativen zu fossilen Brennstoffen

Auch dieses Jahr begann mit einer Hiobsbotschaft: Die Energieversorgen haben einmal mehr die Preise für Strom und Gas erhöht. Wer langfristig Geld sparen möchte und gleichzeitig unabhängiger sein will von den großen Energieversorgern, der sollte sich Gedanken über alternative Heizmethoden machen. Gerade Heizsysteme, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sind wahre Geldvernichtungsmaschinen. Die Alternativen heißen unter anderem Holzheizung, Kaminofen, Wärmepumpe und Sonnenenergienutzung.

© aboutpixel.de / Feuer im Kamin © Gundolf Renze

Mit Holzpellets heizen und sparen

Holzheizungen erlauben Hausbesitzern das autarke Heizen, in völliger Unabhängigkeit von anderen Brennstoffen und damit unbeeinflusst von deren Preisentwicklung. Holzheizungen werden in der Regel mit Holzpellets betrieben. Die sind nicht nur bis zu 30% billiger als Heizöl, sie haben auch einen deutlich geringeren CO₂-Emissionswert. Außerdem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, mit dem sich quasi ökologisch Wärme erzeugen lässt. Während Öl- und Gasheizung nicht vollkommen unabhängig vom Strom funktioniert, heizen Holzöfen zuverlässig bei Stromausfall. Bei Öl- bzw. Gasöfen wird eine mit Strom betriebene Pumpe bzw. ein elektrisch erzeugter Zündfunke benötigt. Während die Preise für Öl und Gas kontinuierlich steigen, ist der Preis für Holzpellets seit Jahren gleichbleibend. Das erklärt auch die stetig wachsende Zahl an Pelletöfen in Deutschland. Mehr als 180.000 Haushalte deutschlandweit heizen inzwischen auf diese Art.

Kaminofen - Ruhespender und Blickfang

Auch Kaminöfen nutzen Holz als Brennstoff. Ein Zuhause mit einem Kamin strahlt Ruhe und Behaglichkeit aus. Die mit Holzscheiten gefütterte Feuerstelle legt die Vermutung nahe, sie könne nur einzelne Räume beheizen - dem ist jedoch absolut nicht so. Inzwischen gibt es wasserführende Kaminöfen, die deutlich mehr können als nur das. Sie können an das bestehende Heizsystem angeschlossen werden und problemlos alle Räume eines Hauses beheizen. Gleichzeitig sichern sie die Warmwasserversorgung des Hauses. Vor Beginn der Heizsaison müssen Kaminbetreiber für einen ausreichenden Vorrat an Holzscheiten sorgen. Wer ausschließlich mit dem auch als Schwedenofen bekannten Ofen heizt muss mit zwischen 10 und 15 Schüttraummetern Brennholz rechnen. Im Idealfall hat das Holz eine Feuchtigkeit von ca. 15 bis 20 Prozent. Je trockener das Holz, umso höher seine Brennleistung. Deshalb sollte mit dem Anlegen des Vorrates möglichst früh begonnen werden, denn nur so hat es genug Zeit, an der Luft zu trocknen. Wer die Möglichkeit hat, das Holz selbst aus dem Forst zu holen oder es gar aus dem eigenen Garten zu beziehen, der kann seine Heizkosten unschlagbar niedrig halten.

Erdwärme und Sonnenkraft als Alternative

Neben der Nutzung von Brennstoffen kann eine Heizung auch mit Wärme aus der Erde oder Solarenergie beliefert werden. Eine Wärmepumpe funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip: Wärme aus dem Erdreich wird nach oben transportiert und in die Heizung eingespeist. Hier finden faktisch keine Verbrennungsprozesse statt, also ist der ökologische Fußabdruck des Verbrauchers minimal. Wäre da nicht ein Haken: die Wärmepumpe wird mit Strom betrieben. Es kommt unter Klimaschutzgesichtspunkten also auch drauf an, woher der Strom stammt. Strom und Wärme lässt sich zu guter Letzt natürlich auch mit Hilfe der Sonne gewinnen. Photovoltaikanlagen erfreuen sich nachwievor großer Beliebtheit. Üblicherweise dienen Solaranlagen der Wassererwärmung und Stromgewinnen, zum Teil lassen sich jedoch auch die Innenräume mit der gespeicherten Energie beheizen. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend große Solaranlage auf dem Dach. Der Schwachpunkt dieser beiden Heizmethoden ist der Winter. Während besonders strenger Winter kann es auf Grund gefrorener Böden passieren, dass kaum Wärme über die Wärmepumpe eingespeist wird. Stattdessen steigt lediglich die Stromrechnung ins unermessliche. Photovoltaikanlagen sind ebenfalls Wetterabhängig. In den dunklen Wintermonaten mit extrem wenig Sonnenstunden reicht die erzeugte Energie kaum aus, um zu heizen. Beide Energiegewinnungsformen eignen sich streng genommen eher für mild temperierte und sonnige Regionen. Eine ökologisch sinnvolle Alternative sind sie dennoch. Für unsere Breitengrade ist eine Holzheizung, egal ob Kamin oder Pelletofen, die sicherste Variante.