Sanierung: Möglichkeiten der Beratung und Förderung

© Mark Chambers / Man insulating wall, aboutpixel.de

Geschichte

Häuser, die vor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut wurden, sind im Allgemeinen nicht mit einer besonderen Wärmedämmung versehen. Früher war es keine Priorität beim Hausbau, Wände, Fassaden und Dächer zu isolieren. Auch ganze Wohnungen zu heizen galt lange Zeit als unrentabel und etablierte sich erst mit einem scheinbar unbegrenzten Zugriff auf Öl als Rohstoff zum Heizen in den 1960er Jahren. Bereits wenig später, mit der ersten Ölkrise, setzte die allgemeine Erkenntnis ein, dass Öl keine grenzenlos vorhandene Ressource darstellt. Im Zusammenhang mit einer allgemeinen und bis heute andauernden Diskussion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit, begann man zunehmend, alte Gebäude nachträglich energetisch bzw. thermisch zu sanieren.

Förderprogramme

Eine derartige Sanierung kann ganz schön ins Geld gehen und auch, wenn im Nachhinein einiges durch einen geringeren Energieverbrauch wieder gespart wird, muss das Kapital für eine Modernisierung ja erst einmal vorhanden sein. Um Hausbesitzer zu diesem Schritt zu motivieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um dass Projekt bezuschussen zu lassen. Weitaus am bekanntesten ist das Förderprogramm der KfW-Bankengruppe, der weltweit größten nationalen Förderbank. Energieeffizientes Haus-Bauen und -Sanieren wird von Seiten der KfW gefördert. Und die Bank setzt auch selber Energiestandards, welche die Darlehen für geplante Neubauten beeinflussen. Auch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können sich Hausbesitzer, die ihr Haus energetisch sanieren möchten, einen finanziellen Zuschuss erhoffen.

Energieberater

Wer eine thermische Sanierung plant, der sollte im Vorfeld einen Energieberater zu Rate ziehen. Wer am KfW-Förderprogramm teilnehmen möchte, der ist sogar verpflichtet, sich im Vorfeld professionell beraten zu lassen. Eine genaue Begutachtung des Gebäudes durch den Energieberater kann nämlich das Einsparpotenzial durch mehr Energieeffizienz noch deutlich erhöhen. Eine Förderung durch die KfW-Bankengruppe können Hausbesitzer sowohl für einzelne Maßnahmen als auch für eine Komplettsanierung beantragen; der Energieberater überprüft im Vorfeld, ob die geplanten Maßnahmen auch langfristig sinnvoll und effizient sind.

Sanierungskonfigurator

Eine weitere Möglichkeit, um sich im Vorfeld schon einmal einen Überblick über Kosten und Maßnahmen einer Sanierung zu verschaffen, stellt der Sanierungskonfigurator dar. Die Effizienzhaus-Internetplattform von Bosch hat einen gratis online Haus Sanierungs-Konfigurator, der zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Dieser ermöglicht, selber die zum eigenen Budget passende energetische Sanierung zu planen. Auf der Plattform kann man dann gleich in Kontakt mit Handwerkern treten und diesen die Konfiguration zu Verfügung stellen. Energieberater finden sich übrigens auch im Experten-Pool der Plattform. Im Endeffekt stellt eine Sanierung natürlich immer eine Kosten-Nutzen-Rechnung dar. Da aber schon einzelne Maßnahmen schon zu einer erheblichen Ersparnis führen können, lohnt es sich auf jeden Fall, sich einmal über die Möglichkeiten und Auswirkungen zu informieren.