Wie man für Sicherheit auf der Baustelle sorgt

Mit der Eigenleistung beim Hausbau haben die Bauherren die Möglichkeit, bis zu 30 Prozent Kostensenkung zu erwirtschaften – und das nur bei dem Rohbau. Auch bei späterem Innenausbau ist das Sparpotenzial mit Eigenleistung sehr hoch. Das hängt allerdings von dem Umfang der geleisteten Arbeiten. Es macht bestimmt Spaß, aktiv am Bau der eigenen vier Wände beteiligt zu sein. Selberbauen bedeutet jedoch, auch die Verantwortung zu übernehmen. Die Bauherren, die ein Haus in Eigenregie bauen, müssen auf zahlreiche Vorschriften und Gesetze achten, damit ihre Baustelle gut abgesichert ist.

Darauf müssen sich die Bauherren beim Selbstbau einstellen:

  • Warnhinweis aufstellen: Man sollte von vorne rein dafür sorgen, dass die Baustelle von Unbefugten nicht betreten werden darf. Als Bauherr ist man verpflichtet, solche Warnhinweise aufzustellen, sie befreien jedoch nicht vor Ansprüchen Dritter. Auch das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ schützt bei einem Ernstfall nicht vor Konsequenzen.
  • Baugelände absichern: Gleich nach dem man das Grundstück erworben hat ist man für alles verantwortlich, was auf dem Gelände passiert. Diese Regelung gilt auch in dem Fall, wenn die Bauarbeiten noch überhaupt nicht begonnen haben. Deswegen ist es mehr als empfehlenswert, das Grundstück sofort nach dem Kauf einzuzäunen. So kommt man als Bauherr der Sicherungspflicht (Absperrverpflichtung § 823 BGB) nach.
  • Absturzsicherungen: Eine Baustelle ist mit seinen Hügeln von frisch ausgehobener Erde ein Spielparadies für die Kinder. Hier spielt die Absperrung eine besondere Rolle: Passiert den spielenden Kindern etwas Schlimmes auf der nicht abgesperrten Baustelle, kann der Bauherr dafür haftbar gemacht werden. Auch innerhalb der Baugrube sollte man für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sorgen. Arbeitet man bereits im Erdgeschoss und die Baugrube noch nicht verfüllt ist, besteht für die Arbeiter die Gefahr eines Absturzes. Der Zugang zum Haus sollte über einen Steg erfolgen, der breit genug und mit einer Absturzsicherung versehen ist. Das muss man auf jedem Fall beachten, obwohl man allerdings nicht verpflichtet ist, die Baugrube so schnell wie möglich zu verfüllen. Auf der Baustelle müssen sogenannte maximale Sturzhöhen eingehalten werden. Im Zweifel darf dann ein Mensch nicht tiefer fallen, als es diese maximale Sturzhöhe festlegt. Obwohl es sich makaber anhört, ident es jedoch der Arbeitssicherheit auf der Baustelle. Auch für den Schacht für die Kellertreppe und im Obergeschoss müssen entsprechende Absturzsicherungen angebracht werden. Gleiches gilt für die Gerüste: Sie müssen gefahrlos zu begehen sein und über eine Absturzsicherung verfügen.

Übersicht aller Warnhinweise für die Baustelle: www.seton.de/schilder