Der Weg ist das Ziel: Straßenplanung im Garten

Schippe raus und fertig ist der Gartenweg? Nein. Immerhin trägt ein Weg in hohem Maße zum Erscheinungsbild des gesamten Gartens bei. Sorgfältige Planung steht also am Anfang allen Handelns. Wo soll der Weg hinführen? Wie breit muss er sein? Welcher Belag ist der richtige? Und: Welches ist das geeignete Werkzeug?

Doch Schritt für Schritt: Die Streckenführung des Weges ist entscheidend. Meist bieten sich bereits ausgetretene Pfade im Garten an, beispielsweise zum Komposthaufen oder zur Sitzecke, um dem Weg eine Richtung zu geben.
Schnurgrade Wege bergen die Gefahr, dass der Garten aufgeteilt aussieht. Kurven hingegen wirken natürlich und lockern auf.
Doch Vorsicht: Ist der Weg allzu krumm, neigt man schnell dazu, Abkürzungen zu nehmen, und ein neuer Trampelpfad entsteht.

Ist die Streckenführung festgelegt, kommt die Schaufel zum Einsatz. Der weiche Mutterboden muss zirka 20 Zentimeter tief ausgehoben werden, um einen tragfähigen Untergrund zu schaffen. Ein späteres Absenken oder Verrutschen des Belages lässt sich vermeiden, indem die Erde für den zukünftigen Weg sorgfältig verdichtet wird. Dies geschieht am besten mit Hilfe einer Rüttelplatte. Sie drückt den verbleibenden Mutterboden fest an.

Im gut sortierten Baumarkt können Rüttelplatten schon für wenig Geld ausgeliehen werden. Anschließend wird der Belag aufgetragen. Ein Kiessand- oder Splittsand-Gemisch bietet sich besonders an, da diese Tragschicht die Last aufnimmt und gleichmäßig zur Seite und auf den Boden verteilt.
Ein Tipp, damit der Belag ebenmäßig wird: Hobbygärtner legen zwei Rohre rechts und links entlang des ausgehobenen Weges. Die Abschlusskante der Rohre sollte so hoch sein wie die gewünschte Höhe des Sandes. Anschließend wird das Sandgemisch mithilfe einer Setzlatte glatt gezogen. So kann man leicht, schnell und genau arbeiten.

Ob Kies, Splitt, Natursteinplatten oder Rindenmulch – die Möglichkeiten, einen Gartenweg zu gestalten, sind vielfältig.
Jedes Produkt hat seine Vorteile. Kies beispielsweise ist wetterfest, Splitt ist preiswert, Natursteinplatten wirken sehr natürlich, und auf Rindenmulch läuft es sich wie im Wald.
Entscheidet man sich für Platten, ist eines zu beachten: Man arbeitet sich immer ins noch nackte Sandbett vor. Dies geschieht, indem man auf den bereits verlegten Platten steht und von hinten nach vorne weiterverlegt. So hat man einen festen Stand und die glatt gezogene Kiesschicht wird nicht durch Fußabdrücke zerstört. Gezielte Schläge mit einem Gummihammer korrigieren eventuelle Schieflagen der Platten.
Zum Schluss werden die Fugen mit Sand zugekehrt, um den Pfad zu festigen. Falls Unkraut die Freude am neu angelegten Gartenweg mindern sollte: Mit kochendem Wasser kann auch dieses Problem beseitigt werden.

(Quelle: OBI)