Welche Materialien für den Garten sind wirklich wetterfest?

Wer einen schönen Garten besitzt, kann den Sommer über draußen frühstücken, ein gelegentliches Sonnenbad auf der Gartenliege genießen oder ein spannendes Buch auf der Terrasse lesen. Kündigen sich jedoch der Herbst und Winter an, gilt es den Tisch, die Stühle und die Liegen wetterfest zu machen.

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Da nicht jeder Gartenbesitzer ausreichend Platz im Haus oder in der Wohnung hat, verweilen viele Einrichtungen das ganze Jahr über im Freien. Leider halten nicht alle Gartenmöbel dem nassen und kalten Wetter immer stand und werden schließlich marode, rissig oder schimmlig. Wir geben Ihnen ein paar wertvolle Praxistipps, welche Materialien besonders langlebig sind.

Leicht und beständig

Aluminium gehört zu den Leichtmetallen und wird deshalb gerne für Gartenmöbel verwendet. Trotz seines geringen Gewichtes ist das Material extrem stabil und gegen Frost, Hitze und Feuchtigkeit unempfindlich. Da sich an der frischen Luft eine dünne Oxid-Schicht auf der Oberfläche von Aluminium bildet, sind die Gartenmöbel extrem witterungsresistent und pflegeleicht. Auch wenn das Material oft mit Holz kombiniert wird, überzeugt das schlichte Design nicht jeden Gartenbesitzer. Unser Tipp: Je billiger das Metall, desto höher die Gefahr, dass sich das Material verbiegt, bricht oder rostet, wenn es nicht ordentlich verarbeitet wurde!

Beliebt und robust

Holz ist dagegen der Klassiker unter den Gartenmöbeln. Es sieht toll aus und ist wegen seiner Witterungsbeständigkeit besonders gut für draußen geeignet. Allerdings sollte man immer auf die Holzart achten: Europäisches Hartholz aus Lärche oder Kiefer ist nicht sehr wetterfest und muss aufwendig gepflegt werden. Günstige Möbelsets bestehen in Deutschland fast immer aus Kiefernholz, das leider nicht sehr strapazierfähig ist. Lärchenholz ist dagegen wesentlich witterungsbeständiger und damit auch teurer. Absolut wind- und wetterfest sind aber nur Tropenhölzer (wie Teak oder Bankirai), die zwar teuer sind, aber dafür ein Leben lang halten. Unser Tipp: Kaufen Sie nur Gartenmöbel mit dem FSC-Siegel, da diese aus einer nachhaltigen Waldnutzung stammen.

Praktisch und umweltfreundlich

Kunststoffe sind zwar auch wetterbeständig und äußerst pflegeleicht, haben aber so ihre kleinen Tücken. Im Sommer heizt sich das Material gerne auf, so dass man schnell ins Schwitzen kommt. Im Winter kann der Kunststoff dafür spröde werden und im schlimmsten Fall sogar brechen, wenn man Pech hat. Für Gartenmöbel ist das biologisch unbedenkliche Material immerhin gut geeignet, aber dafür nicht jedermanns Geschmack. Unser Tipp: Bei Kunststoffen sollte man unbedingt auf die Qualität achten, denn je billiger der Preis ist, desto schlechter ist auch die Verarbeitung des Materials.