Aus Sicht der Hersteller: Die 10 wichtigsten Gründe für ein Fert...

Fertighäuser werden beliebter. Dies liegt unter anderem an der kurzen Bauzeit, am Festpreis und an der energiesparenden Holz-Bauweise. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau hat seine 10 wichtigsten Gründe aus Sicht der Hersteller zusammengefasst.

1. Schnell ins eigene Haus 
Die Bauzeit eines modernen Fertighauses ist kurz: Vom Vertragsschluss über die Fertigung im Werk bis zur Lieferung und Montage auf der Baustelle liegen in der Regel nur 4 bis 6 Monate, je nach Größe des Hauses und der gewählten Ausbaustufe. Sind die in der Fabrik vorgefertigten Bauteile auf der Baustelle angelangt, ist der Rohbau in der Regel an einem Tag montiert, einschließlich des geschlossenen Daches.

Die bei der konventionellen Bauweise üblichen Austrocknungszeiten sind nicht nötig. Der Innenausbau benötigt dann nur noch wenige Wochen, was einen raschen Einzug ermöglicht. Die schnelle Bauzeit spart Geld, denn sie hält die Zeit der Mehrfachbelastung durch Miete und Zinszahlungen kurz.

2. Alles kommt aus einer Hand
Viele Bauherren haben nicht die Zeit und nicht das Fachwissen, sich um die Finanzierung, die notwendigen Baugenehmigungen, ein passendes Grundstück und auf der Baustelle um die einzelnen Gewerke zu kümmern. Die führenden Fertighausanbieter helfen angehenden Bauherren bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Beim Fertigbau kommen alle Leistungen aus einer Hand und ein fester Ansprechpartner gewährleistet die gesamte Betreuung rund um den Hausbau. Der Haushersteller steht für alle vereinbarten Leistungen gerade.

3. Überwachte Bauqualität
Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, kann sich auf einen hohen Standard der Bauausführung verlassen. Dafür sorgt die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF), deren Richtlinien für alle BDF-Unternehmen verbindlich sind. Die Anforderungen der QDF sind weit strenger als die gesetzlichen Vorschriften. Schon die industrielle Herstellung vermeidet Fehler: Außenwände, Innenwände und Decken werden in trockenen Werkshallen unter kontrollierten Bedingungen maßgenau vorgefertigt. Die Bauelemente werden trocken gelagert, regengeschützt zur Baustelle transportiert und dort schnellstmöglich montiert. Sachverständige überwachen bei jedem BDF-Mitgliedsunternehmen regelmäßig sowohl die Vorfertigung der Bauelemente im Werk als auch die Montage der Häuser auf der Baustelle.

4. Preis und Einzugstermin stehen fest
Durch die industrielle Vorfertigung können Termine sicher eingehalten werden. Auf Wunsch garantieren die BDF-Mitgliedsunternehmen ihren Bauherrn den Tag der Fertigstellung und schreiben das Datum im Vertrag fest. Der Bauherr bekommt schwarz auf weiß, wann er einziehen oder mit dem Ausbau beginnen kann. Auch wird beim Bau eines Fertighauses - abhängig von der Ausstattung - ein Festpreis vertraglich garantiert. Unvorhergesehene Preisaufschläge, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, gibt es also nicht. Die Zahlung erfolgt nach Baufortschritt; es gibt keine Vorauskasse.

5. Fertighäuser sind Energiesparhäuser
Fertighäuser sind bekannt für ihre hervorragenden Wärmedämmung. Das liegt einerseits an den physikalischen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz, andererseits an der intelligenten Konstruktion. Denn in die Wände sind mehrere Schichten hoch wirksamer Dämmstoffe eingebaut. Damit unterschreiten Häuser der BDF-Mitglieder die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung um wenigstens 25 Prozent. Ihre Bauweise kann den Verbrauch an Heizenergie noch weiter senken: Das so genannte 3-Liter-Haus hat einen jährlichen Heizwärmebedarf von weniger als drei Litern Heizöl bzw. drei Kubikmetern Gas pro Quadratmeter Nutzfläche. Ein Passivhaus benötigt oft gar keine herkömmliche Heizung mehr.

6. Musterhäuser helfen bei der Auswahl
Musterhäuser bieten Orientierungshilfe für jeden, der den Bau eines Eigenheims plant. Hier steht der Entwurf des neuen Hauses nicht nur auf dem Papier, sondern begehbar in Originalgröße. Der künftige Bauherr kann sich alle Details in Ruhe ansehen und ein genaues Raumgefühl bekommen – mit der ganzen Familie und bei vielen Herstellern auch am Wochenende. Mehr als 700 Musterhäuser stehen überall in Deutschland, viele davon in den großen Eigenheimausstellungen. Der BDF bietet Bauinteressenten ein Verzeichnis aller Musterhäuser seiner Mitglieder an.

7. Individuelle Architektur, Ausstattung nach Wunsch
Fertighäuser sind individuell planbar. Das gilt sowohl für die Architektur als auch für die Ausstattung. Die kann der Bauherr bequem mit der ganzen Familie in firmeneigenen Bemusterungszentren aussuchen. Dort finden die angehenden Hausbesitzer alles vom passenden Bodenbelag über die maßgeschneiderte Badezimmerausstattung, die komplette Haustechnik und den richtigen Kamin für das Wohnzimmer bis hin zu farbigen Kacheln für das Dach. Bei der Auswahl helfen die geschulten Berater des Hausherstellers. Das „Haus von der Stange“ ist Vergangenheit – heutzutage sind zwei Drittel aller Fertighäuser frei nach den Wünschen der Baufamilie geplant.

8. Schlüsselfertig oder Eigenleistung
Fertighäuser gibt es je nach Hersteller in verschiedenen Ausbaustufen: vom Rohbauhaus bis zum schlüsselfertigen Objekt. Der Bauherr kann den Umfang an Eigenleistung je nach handwerklichem Können selbst festlegen. Wer handwerklich weniger geschickt ist, kann die Arbeit den Profis überlassen. Viele Hersteller bieten komplette Ausbaupakete und kompetente Unterstützung bei der Eigenleistung an.

9. Service vom Hersteller
Das Hausbauunternehmen kann bei der Suche nach einem Bauplatz, seiner Erschließung, bei der Planung, Finanzierung usw. behilflich sein. Viele Unternehmen bieten auch nach der Fertigstellung einen Kundendienst an. Er kann zum Beispiel helfen, wenn der Bauherr bei Umbaumaßnahmen beraten werden möchte. Auch die Wartung des Hauses und Modernisierungsmaßnahmen werden je nach Hersteller von dessen Kundendienst durchgeführt. Modernen Holzfertighäusern kann genau wie konventionell gebauten Häusern eine Lebensdauer von mehr als 100 Jahren attestiert werden.

10. Ökobilanz spart CO2 
Holzhäuser sparen nicht nur Energie, sie verringern sogar die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das genutzte Holz hat der Atmosphäre bei seinem Wachstum mehr CO2 entzogen, als durch den Bau des Hauses freigesetzt wird. Auch erfordert die Herstellung von Bauprodukten aus Holz einen geringeren Energieaufwand als vergleichbare konventionelle Baustoffe. Und schließlich begünstigt Holz auf Grund seiner Materialeigenschaften die Wärmedämmung. Berechnungen der Universität Stuttgart haben ergeben, dass das Treibhauspotenzial einer Wand in Holzständerbauweise mit 410 kg CO2-Äquivalent weniger als halb so hoch zu veranschlagen ist, wie das einer vergleichbaren Wand in konventioneller Bauweise mit 1080 kg CO2-Äquivalent.