So werden Heizkosten langfristig eingespart

Wussten Sie, dass ein Großteil der Energiekosten dafür verwandt wird, die Warmwasseraufbereitung sicherzustellen?

In diesem Punkt wird häufig die Ineffizienz einer ganzen Anlage sichtbar, die schon bei einer verminderten Leistungsfähigkeit um 20 Prozent einen dreistelligen Zusatzbetrag im Jahr ausmachen kann.

Jedoch kann man auch durch das eigene Verhalten erreichen, die Heizkosten deutlich zu verringern und dabei beispielsweise die Substanz des Hauses zu schonen.

Wir wollen Ihnen praxisnahe Tipps zur Verringerung der Heizkosten mit auf dem Weg geben.

Die Anlage und die Steuerung

Entwicklungen der Heiztechnik machen es möglich, dass moderne Anlagen einen um bis zu 50 Prozent niedrigeren Verbrauchswert aufweisen als ältere Installationen. Nimmt man dies mit den jährlichen Kosten zum Maßstab, so amortisiert sich selbst eine teurere Anlage ausreichend schnell – zusätzlich werden bestimmte Systeme, etwa auf Solarwärme, staatlicher durch zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse gefördert. Ein Tipp sind Erdgas-Brennwertgeräte, denn diese nutzen die entstehende Abwärme und sind im Vergleich mit anderen Geräten höchst effektiv. Eine unzureichende Dämmung und Isolierung der Leitungen im Altbau aber, häufig anzutreffen und ebenso Schuld am hohen Energieverbrauch, sollte in aller Regel zuerst angegangen werden.

Richtig Heizen und Lüften

  • Regulieren Sie die Raumtemperatur auf 20 Grad Celsius, was in jedem Fall ausreichend erscheint. Sind sie für einige Tage verreist, genügt eine mittlere Temperatur von 15 Grad Celsius.
  • Machen Sie von einer zentralen Steuerung bei modernen Anlagen Gebrauch, denn hiermit lässt sich gerade über Nacht eine nötige und ganzheitliche Senkung der Raumtemperatur durchführen und automatisch wieder steigern.
  • Vermeiden Sie es, Heizkörper als Ablage zu gebrauchen und stellen Sie Möbel stets mit einem Abstand von acht bis zehn Zentimetern dazu auf. Sie erreichen dadurch eine enorme Senkung des Risikos von Schimmel und damit gesundheitsgefährdenden Stoffen in der Atemluft.
  • Mit einem Vergleich der Gasversorger können Sie auf Ihre Verbrauchsmenge und den Standort abgestimmte Vertragsmodelle besser miteinander vergleichen. Oftmals sind Online-Tarife, wo Sie beispielsweise selbständig die Zählerstände übermitteln müssen und die Rechnungen per Mail erhalten, um bis zu 20 Prozent günstiger.
  • Im Winter müssen Sie mehrmals täglich durchlüften, um die Feuchtigkeit im Raum zu minimieren und frische Luft zirkulieren zu lassen. Dauerhaft in Kippstellung geöffnete Fenster sind ineffektiv, da nach einer Zeit der wichtige Stoßwind fehlt – stattdessen lieber für fünf Minuten durchlüften, indem alle Fenster weit geöffnet werden und auch schwieriger zugängliche Wohnbereiche bedacht werden. Frische Luft erreicht die Wohnräume, diese erhitzt sich danach wesentlich schneller und gewährleistet eine angenehme Heizwärme.