Mit der Sonne bauen: Da lacht das Herz !

Ist Ihre Wohnung zu eng und zu dunkel? Lassen Sie die Sonne herein - und es wird Ihnen besser gehen! Lange Zeit hatten viele Baumeister vergessen, wo die Sonne steht. Sie bauten trutzige Kästen, die ständig künstliches Licht verlangten und auch in der Übergangszeit beheizt werden mussten. Dabei wussten schon die alten Griechen, wie man es im Sommer schattig kühl und im Winter sonnig warm haben kann - indem man das Haus richtig ausrichtet und konstruiert. Moderne Solararchitektur greift dieses alte Wissen wieder auf und kombiniert es mit technischen Neuentwicklungen wie Solaranlagen und High-Tech-Verglasungen.

© (Quelle: sunshine/Interpane)

Die Grundidee: Das Haus soll sich nach Süden - zur Sonne hin - öffnen, nach Norden hingegen möglichst geschlossen bleiben. So werden die Haupt-Aufenthaltsräume mit natürlichem Licht und Sonnenwärme versorgt.
Das hat Auswirkungen auf den Grundriss: Wohnräume, Arbeits- und Kinderzimmer kommen auf die Südseite, Lagerräume, Bäder, Treppenhäuser und andere Nebenräume liegen auf der Nordseite des Hauses.

Die Wohnräume sollen großzügig, ohne trennende Wände gestaltet werden, damit die Sonne von möglichst vielen Seiten hineinscheinen kann. Deshalb baut man etwa eine große Wohnküche oder ein geräumiges Wohn-Esszimmer anstelle separater Räume.
Nach Süden und Westen hin werden die Wohnräume durch große, wärmeverglaste Fenster geöffnet. So gewinnt man Sonnenwärme. Nach Norden hingegen beschränkt man sich auf die allernötigsten Fensteröffnungen.
Damit es im Sommer nicht zu heiß wird, sorgt ein geschickter Architekt für Vordächer oder Balkone, die Schatten werfen, wenn die Sonne hoch steht, und im Winter dem Licht nicht im Wege sind. Auch Markisen oder Fensterläden können bei Bedarf zu viel Sonne fernhalten. Außerdem empfiehlt es sich, im Haus genügend speichernde Materialien zu verwenden.

Eine Förderung für solares Bauen gibt es im Rahmen von Pilotprojekten oder innerhalb von Solarsiedlungen.

(Quelle: OBI)