Eigenheimbesitzer können Gartenpflege und Schönheitsreparaturen ...

Erstmals bei der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2003 konnten Steuerzahler Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen von Unternehmen geltend machen. Dies sieht der neue § 35a Einkommensteuergesetz in Absatz 2 vor.

Dazu müssen eine Firmenrechnung vorgelegt und eine Überweisung auf das Konto der Firma durch Bankbeleg nachgewiesen werden.
Mit diesen Maßnahmen will der Gesetzgeber die Steuerehrlichkeit fördern und Schwarzarbeit eindämmen. Die Regelung richtet sich an alle Steuerzahler, unabhängig ob sie zur Miete oder in Eigentum leben.

Eigenheimbesitzer haben jedoch einen besonderen Spielraum. Denn neben den Dienstleistungen von selbstständigen Fensterputzern und Pflegediensten werden auch Gartenarbeiten und Schönheitsreparaturen oder kleinere Ausbesserungsarbeiten anerkannt.
Damit haben Selbstnutzer von Wohneigentum erstmals eine Steuersparmöglichkeit für Aufwendungen in Haus und Garten.
Darauf hin verweist ein entsprechendes Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen an die Obersten Finanzbehörden der Länder vom 14. August 2003 (IV A 5 - S 2296 b - 13/03).

Bei Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen im Privathaushalt ermäßigt sich die Einkommenssteuer um 20 % der Aufwendungen, maximal um 600 EUR jährlich.
Die Steuerersparnis hängt also nicht vom individuellen Steuersatz ab. Nicht begünstigt sind die Neuanlage eines Gartens und Baumaßnahmen, die Neues schaffen und daher steuerlich den Herstellungskosten zuzurechnen sind.

(Quelle: Schwäbisch Hall)