Zu Thema EEWärmeG: Beim Schlüsselfertig-Haus ganz besonders auf ...

Verband der Privaten Bauherren empfiehlt, beim schlüsselfertigen Bauen besonders auf die Erfüllung des neuen „Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich“ zu achten

Am 1. Januar 2009 ist das „Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich“ - kurz EEWärmeG - in Kraft getreten. Alle Neubauten müssen nun einen Teil ihres Wärmebedarfs mit Hilfe regenerativer Energie decken. Der Verband der Privaten Bauherren (VPB) warnt davor, dass manche Schlüsselfertig-Anbieter die neue Situation ausnützen und potenzielle Hauskäufer mit irreführenden Angeboten umwerben. Thomas Penningh, Architekt und Vorsitzender des VPB: „Im Zusammenhang mit dem neuen Gesetz werden vollmundig ‚modernste Häuser nach Wärmegesetz’ versprochen, mit ‚Passivwänden’, Solaranlagen, Erdwärme oder Pelletheizungen.“ Er sieht diese Botschaften skeptisch: „Das sind Schlagworte. Sie sagen nichts aus über die tatsächliche Qualität des angebotenen Hauses. Hauskäufer sollten sich auf solche Formulierungen nicht verlassen.“ Nur was im Bauvertrag und dem dazugehörigen Bauleistungsverzeichnis genau aufgelistet und festgelegt ist, müsse der Schlüsselfertig-Anbieter später auch liefern. Folglich müsse der Hauskäufer auch alles, was im Vertrag fehlt, aber zu einem fertigen Haus, das auch die gesetzlichen Bauanforderungen allesamt erfüllt dazu gehört, später zusätzlich beauftragen und natürlich auch extra bezahlen. „Angesichts des jüngsten Gesetzes erwarten wir neue Probleme beim Bauen. Zahlreiche Bauherren werden wieder nicht den Energiestandard bekommen, der vorgeschrieben ist und den sie teuer bezahlen“, ahnt Bausachverständiger Penningh. „Das EEWärmeG regelt zwar, welche regenerativen Energien und in welchem Umfang sie eingesetzt werden müssen, aber wer garantiert für die Qualität bei der Planung und auf der Baustelle? Ohne Vertragskontrolle vor der Unterzeichnung und ohne laufende Kontrolle während der Bauzeit kommt der Käufer eines schlüsselfertigen Hauses nicht mehr aus. Zumal er als Bauherr auch in der Haftung steht“, so Penningh. „Schließlich drohen nicht nur Planern und Handwerkern bis zu 50.000 Euro Bußgeld, wenn sie die gesetzlichen Auflagen verletzen, sondern auch der Bauherr wird zur Rechenschaft gezogen. Der Bauherr muss sich informieren und absichern.“ Der VPB hat dazu auf seiner Homepage die wichtigsten Fragen und Antworten zum EEWärmeG zusammengestellt:

www.vpb.de