Der Hauskauf: Wie geht man vor?

Irgendwann im Leben denken viele Familien über den Einzug in die eigenen Vier Wände nach. Die entscheidenden Fragen sind nur:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Kauf? 
  • Wo soll ich kaufen, wenn nicht selbst gebaut wird und 
  • wie groß soll das Haus bzw. das Grundstück werden?

Zu aller erst sollten die Haussuchenden intensiv den Immobilienmarkt über längere Zeit beobachten. Ob dies auf Suchmaschinen wie immonet geschieht oder beim Makler des Vertrauens, bleibt den Interessenten selbst überlassen. Auch ob es der Traum vom Eigenheim oder erst einmal nur gemietet sein soll, sollte vorher gut durchdacht werden. Wichtig ist nur, dass nicht zu vorschnell gehandelt und gekauft wird, ohne vorher die anfallenden Nebenkosten vorher kalkuliert zu haben. Bei Preisen um die ein bis drei Euro pro Quadratmeter kann ein vermeintliches Schnäppchen mit im Verhältnis viel Quadratmeter pro Wohnfläche schnell zur finanziellen Belastung werden. Und wer glaubt, dass Immobilienpreise in jeder Stadt steigen, sollte sich vorher diesbezüglich ebenfalls informieren. Bei ländlicheren Regionen kann es vorkommen, dass Immobilienpreise eher fallen, sodass ein Eigenheim mit Bedacht gewählt werden sollte (Quelle: Handelsblatt).

Wunschobjekte kritisch begutachten

Wie bereits angesprochen, ist es ratsam zum einen sich vorher über die Gegebenheiten zu informieren und wie die Zukunftsperspektiven aussehen und sich zum anderen das Wunschobjekt anzuschauen – am besten mit Hilfe eines Fachmanns. Belassen sollte man es hingegen nicht nur bei einem Objekt; Vergleichsmöglichkeiten zeigen mögliche Mängel auf.

Typische Fehler beim Hauskauf

  1. Ungeduld – Den Immobilienmarkt sollte man mehrere Monate begutachten.
  2. Zu groß gekauft – Bei Preisen von ein bis drei Euro pro Quadratmeter sollten die anfallenden Nebenkosten genauestens in die Kalkulation für den Hauskauf mit einfließen.
  3. Uninteressante Lage – Hat die Lage des Objekts eine Zukunftsperspektive mit Wertsteigerung oder ist eher gegenteiliges der Fall.
  4. Blendung – Das Objekt sollte in Begleitung eines Fachmanns am besten mehrmals zu unterschiedlichen Tageszeiten begutachtet werden.
  5. Verhandlungsungeschick – Kaufpreise sind in den meisten Fällen verhandelbar. Wer Skrupel hat, zahlt mehr.
  6. Hektik – Lassen sie sich weder von weiteren Interessenten noch Verkäufer aus der Ruhe bringen und wägen sie alle Pro und Contras ab.
  7. Gesamtkosten höher als gedacht – Zusätzlich zur Kaufsumme des Hauses fallen meist Maklergebühren, Provision, Grunderwerbsteuer und Notarkosten an.
  8. Finanzierung unsicher – Eine Vertragsunterschrift ohne gesicherte Finanzierung kann Folgekosten oder gar Schadensersatz nach sich tragen, falls der Verkauf scheitert.
  9. Vermeintliches Schnäppchen – Nicht allzu selten passiert es, dass bei Schnäppchen keine guten Heizungen installiert sind. Modernisierungsarbeiten sollten demnach nicht außer Acht gelassen werden.
  10. Eigenleistung – Vertrauen sie Kalkulationen lieber Fachmännern an, anstatt sie selbst durchzuführen, um unschöne Nachzahlungen zu vermeiden.