Kindersicherheit im Haushalt: Tipps zur Gestaltung des Wohnumfelde...

Jedes Jahr werden rund 1,8 Millionen Kinderunfälle registriert. Mehr als 570.000 der Unfälle ereignen sich zu Hause und in der Freizeit. Die hohen Zahlen der Haus- und Freizeitunfälle zeigen einen dringenden Handlungsbedarf. Die VERBRAUCHER INITIATIVE macht auf mögliche Gefahrenquellen in Haus und Garten aufmerksam und will damit zum Vermeiden von Kinderunfällen beitragen.

Kinder sind neugierig, spontan und reagieren oft anders, als es in gefährlichen Situationen richtig wäre.
Eltern und Erziehungsberechtigten fällt die Aufgabe zu, dafür zu sorgen, dass aus einem Spiel oder einer Erkundung keine Gefahr entsteht. Nicht durch Verbote und übertriebenes Beschützen helfen Eltern ihren Kindern die spannende Entwicklungszeit unbeschwert zu erleben. Viel mehr können sie durch kindersichere Gestaltung der häuslichen Umgebung, durch Aufklärung und mit einem guten Beispiel erreichen.

Viele Unfälle sind vermeidbar, rund 10 Prozent könnten durch bessere Aufsicht verhindert werden. Insbesondere Säuglinge bedürfen einer intensiven Betreuung und sollten nie allein auf dem Wickeltisch, Sofa oder in der Badewanne gelassen werden.

Ein sicheres Wohnumfeld ist keine Frage des Geldes. Bereits geringfügige Umgestaltung der häuslichen Umgebung trägt zur Minderung der Gefahren bei: das kippsichere Anbringen von Regalen oder Hochbetten, Steckdosenschutz oder Schubladenstopp. Die benötigten Utensilien kosten oft nur wenige Euro und sind eine wichtige Investition in die Zukunft.

Praxisorientierte Tipps zum Vermeiden von Unfällen finden Sie unter www.verbraucher.org.

Kindergerecht Wohnen – Etagen- und Hochbetten
Bei der kindergerechten Ausgestaltung der Kinderzimmer können viele Gefahrenquellen bereits beim Kauf der Möbel vermieden werden!

Zum Thema Etagen- und Hochbetten hat aktuell die Projektgruppe Runder Tisch Verbraucherschutz – technische Produkt- und Gerätesicherheit Berlin Brandenburg einen Leitfaden entwickelt, in dem Sie wichtige Tipps zum Kauf sicherer und kindergerechter Etagen- und Hochbetten finden.

(Quelle: Verbraucher Initiative e.V.)