Müll vermeiden ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel

Dass die sogenannte „Wegwerfgesellschaft“, bei der scheinbar ohne Limit konsumiert und weggeworfen wird, nicht gut für die Umwelt ist, ist den meisten Menschen durchaus bewusst. Trotzdem produziert ein Deutscher laut dem Greenpeace Magazin fast 36 Tonnen Müll im Laufe seines Lebens. Umgerechnet sind das etwa 1,25 Kilo am Tag.

© flickr.com / The Wicked Reflectah

Der Müll, beziehungsweise die Entsorgung des Abfalls, wird weltweit zunehmend zum Problem. Dabei ist es gar nicht so schwer, Müll zu vermeiden und somit seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen.Hinzu kommt, dass gerade Hausbesitzer auch selbst viele Vorteile haben, wenn sie weniger Abfall produzieren. Denn wer seinen Müll sorgfältig trennt, kann einerseits einige Teile davon im Haus oder im Garten weiterverwenden, andererseits muss weniger Abfall entsorgt werden. Auf diese Weise reicht oftmals eine kleinere Mülltonne aus, wodurch wiederum Geld gespart wird.

Ein Komposthaufen bringt viele Vorteile

Eine Möglichkeit, um Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen profitieren zu lassen, ist zum Beispiel ein Biomüll im Garten. Dem BUND Naturschutz zufolge machen organische Abfälle circa ein Drittel des Hausmülls aus. Diese Abfälle auf dem eigenen Komposthaufen zu sammeln, senkt das Müllaufkommen und entlastet zudem die Umwelt.

Damit das Sammeln von Biomüll im Haus - also bevor es auf dem Komposthaufen im Garten landet - hygienisch und ohne unangenehme Gerüche vonstattengeht, sollten die Abfälle am besten in Zeitungspapier oder Papiertüten eingepackt werden. Dazu reicht es schon aus, wenn der Mülleimer mit Zeitungspapier ausgelegt wird. Ist er voll, kann man ihn - inklusive der Zeitungen - nach draußen auf den Biomüll bringen.

Im Gegensatz zu Müllbeuteln aus Plastik kann das Papier gemeinsam mit den restlichen Abfällen biologisch abgebaut werden. Wenn möglich, sollte das Papier dabei nicht oder nur wenig mit bunter Farbe bedruckt sein, da diese schlechter für die Umwelt ist. Auch sollte man kein Hochglanzpapier verwenden, sondern am besten einfaches, schwarz-weißes Zeitungspapier.

Wer seine biologisch abbaubaren Abfälle, wie zum Beispiel Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teebeutel, Eierschalen, verdorbene Lebensmittel und Gartenabfälle auf einem Komposthaufen entsorgt, kann später die so entstehende Erde nutzen, die sich hervorragend als Dünger eignet und zum schnellen Wachstum neuer Pflanzen beiträgt.

Neben dem guten Gewissen, etwas für die Umwelt getan zu haben, können sich Hausbesitzer auch darüber freuen, dass sie eine rund ein Drittel kleinere Mülltonne benötigen. So können leicht bis zu hundert Euro im Jahr eingespart werden.

Aus alt mach neu

Auch ein immer beliebter werdender Trend trägt dazu bei, Abfälle zu vermeiden und gleichzeitig Geld zu sparen: „Reparieren statt wegwerfen“, beziehungsweise „Aus alt mach neu“.

Wer zum Beispiel ein Haus gekauft hat, in dem sich noch Dinge vom Vorbesitzer befinden, will diese Gegenstände häufig nicht einfach so weiter benutzen. Entweder entsprechen sie nicht dem eigenen Geschmack, sind bereits kaputt oder sehen nicht mehr hygienisch aus. Zum Wegwerfen sind sie jedoch oftmals zu schade.

Mit ein bisschen Kreativität lassen sich viele alte Dinge allerdings in neue, schöne Sachen verwandeln. Steht etwa noch ein alter Schrank oder beispielsweise ein Holzstuhl auf dem Dachboden, wirkt es meist schon Wunder, wenn er gereinigt und neu gestrichen wird. Dabei kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen, experimentieren und das Möbelstück in ein wahres Kunstwerk verwandeln.

Da man das Möbel nicht neu gekauft hat, kann man sehr entspannt damit umgehen und ruhig Muster oder Farben ausprobieren, die man sonst nicht wagen würde. Falls das Ergebnis - im schlimmsten und seltensten Fall - überhaupt nicht gefällt, kann das Möbelstück schließlich immer noch weggeworfen werden.

Selten benutze Geräte mit Nachbarn teilen

Um gleichzeitig Geld und Platz zu sparen, sollten Hausbesitzer in Erwägung ziehen, mehr Dinge auszuleihen, anstatt sie selbst zu kaufen. Es kann sich lohnen, Gegenstände, die nur selten benutzt werden, wie etwa Gartengeräte, bei Bedarf zu leihen. Mieten kann man die Geräte oft zum Beispiel in Baumärkten.

Noch praktischer ist es meist, wenn man sich mit mehreren Nachbarn ein Gerät teilt. Wer etwa nur alle paar Jahre seine Terrasse mit einem Hochdruckreiniger säubern möchte, oder vielleicht nur ein Mal im Jahr einen kleinen Trecker braucht, um seine Holzvorräte aufzufüllen, sollte seine Nachbarn fragen, ob es ihnen genau so geht. Auf diese Weise muss nicht jeder Nachbar sein eigenes Gerät anschaffen, das oftmals teuer ist und viel Platz wegnimmt, sondern teilt es sich einfach mit den anderen.