Renovierungstipp: Schöner Wohnen mit Innenputz

Kreative Wandgestaltung ist eine der beliebtesten Aufgaben vieler Heimwerker. Im Gegensatz zum Streichen und Tapezieren flößt allerdings das Thema Wände verputzen den meisten immer noch Respekt ein. Zu Unrecht: Wer Zimmerwände verputzt, braucht weder Profi noch Künstler zu sein. Schon mit einer kleinen Portion Geschick lassen sich mit Hilfe von modernen Putzsystemen Wände langfristig verschönern.

Welche Materialien und Werkzeuge im Einzelnen gebraucht werden, hängt von der Art des Putzes, dem Untergrund und den jeweiligen Herstellerempfehlungen ab. Kelle, Spachtel, Grundierung und Dekorputz sind grundsätzlich erforderlich. Ganz nach Geschmack kann die Struktur entweder durch ein Reibebrett oder durch eine Strukturrolle aufgebracht werden. Baumärkte bieten Do-it-yourselfern ein breites Sortiment an Materialien sowie fachkundige Hilfe beim Aussuchen.

Nach der Wahl des gewünschten Materials geht es an die Vorarbeiten. Sobald der Untergrund von Tapetenschichten und Schmutz befreit ist, sollte zunächst eine Grundierung aufgebracht werden. Diese hat nicht nur eine haftvermittelnde Wirkung, sondern sorgt auch dafür, dass der Untergrund gleichmäßig eingefärbt wird. Erst wenn sie komplett abgetrocknet ist, kann mit einer Kelle bahnenweise die Putzschicht aufgetragen werden.
Tipp: Immer nur so viel Putz ansetzen, wie in der vom Hersteller angegebenen Zeit verarbeitet werden kann.

Je nach Putzart unterscheidet sich die Weiterverarbeitung des Dekorputzes. Reibeputze mit grober Körnung eignen sich am besten für rustikale Strukturierungen. Hierzu den Putz nach dem Auftragen auf Korngröße abziehen und mit einem Reibebrett senkrechte, waagerecht oder mit kreisförmigen Bewegungen abziehen.
Feiner gekörnt ist der so genannte Roll- oder Marmorputz, der viele Möglichkeiten der individuellen Raumgestaltung bietet.
Ganz nach Geschmack lässt sich der Putz nach dem Auftragen mit verschiedenen Hilfsmitteln strukturieren. Der Einsatz einer Lammfellrolle beispielsweise sorgt für eine eher grobe, Schaumstoffrollen dagegen für eine feine, gleichmäßige Strukturierung. Wer es kreativ mag, greift zu profilierten Gummiwalzen: Mit ihnen lassen sich gemusterte Wandbilder erzeugen.

Neben den herkömmlichen Strukturhilfen können ganz mutige Heimwerker auch gewöhnliche Werkzeuge verwenden. Spachtel, Maurerkellen und Pinsel können geschickt eingesetzt Wände in ornamentale Kunstwerke verwandeln und gestalterische Akzente setzen.
Das i-Tüpfelchen ist ein Schlussanstrich mit Dispersionsfarbe oder die Gestaltung mit Wischlasur, um Zimmerwände entweder kontrastreich zu betonen oder harmonisch mit der Einrichtung zu verbinden.

(Quelle: OBI)