Starker Auftritt für Laminat

Sie werden mit Füßen getreten und schaffen in den eigenen vier Wänden eine behagliche Atmosphäre: Parkett- und Laminatböden. Wegen ihres warmen Natur-Looks und der unkomplizierten Pflege werden sie immer beliebter. Während das Parkett ein „echter“ Holzboden ist (zum Beispiel aus Buche, Eiche oder Ahorn), handelt es sich beim Laminat um geschichtete Span- und Holzfaser-platten. Die oberste bedruckte Kunststoffschicht sieht einer natürlichen Holzoberfläche täuschend ähnlich. Beide Belagtypen lassen sich problemlos selbst verlegen. Vor Arbeitsbeginn gibt es für den Heimwerker einiges zu bedenken, denn erst die richtige Auswahl und die fachgerechte Verlegung garantieren eine lange Lebensdauer der Böden und erhöhen den Wohnkomfort.

Bei der Wahl des Bodenbelags ist es empfehlenswert, neben der Optik die jeweilige Beanspruchung zu berücksichtigen: Für stark strapazierte Räume wie Küche und Diele ist Fertigparkett aus Hartholz wie Eiche, Esche, Buche und Ahorn besonders geeignet. Empfindlicher und weicher sind Beläge aus Birke, Kiefer und Fichte. Auf Tropenholz-Böden raten viele Handelsunternehmen aus Gründen des Umweltschutzes zu verzichten. Besonders robust ist das Laminat, dem sogar brennende Zigaretten, schwere Möbel und Pfennigabsätze nichts anhaben können. Es ist in der Regel günstiger als Parkett, kann aber nicht abgeschliffen werden.

Wer die Böden auf einer Fußbodenheizung verlegen möchte, sollte möglichst eine dünne und damit besser wärmeleitende Holzschicht wählen. Darüber hinaus muss die Heizung durchgehend verlegt sein. Warme Stellen dürfen nicht mit kalten Flecken abwechseln, da die Oberfläche sonst reißen kann. Ein wichtiger Hinweis: Starke Feuchtigkeit lässt die Beläge aufquellen, so daß weder Fertigparkett noch Laminat für Räume geeignet ist, in denen es richtig nass zugeht, wie Badezimmer, Sauna oder Schwimmbad. Bei der Mengenberechnung für diese Böden gilt die Faustregel: Raumfläche plus zehn Prozent Verschnitt.

Fertigparkett- und Laminatböden werden grundsätzlich schwimmend verlegt – also an Nut und Feder verleimt und ohne feste Verbindung zu dem Untergrund. Da Holz arbeitet, wenn Temperatur und Luft-feuchtigkeit sich ändern, empfiehlt es sich, die Dielen zwei Tage in dem Raum lagern, in dem sie verlegt werden. Ideal: 18 – 20 Grad Celsius und 50 – 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Der Untergrund muss sauber, trocken und eben sein. Unebenheiten lassen sich leicht mit Spachtelmasse ausgleichen. Zur Verbesserung der Trittschall- und Wärmedämmung sowie zum Ausgleich kleiner Unebenheiten den Unterboden unbedingt mit einer Dämmzwischenlage versehen. Dafür eignet sich Spezialschaumstoff, Kork, Rippenpappe oder ein bereits verlegter kurzfloriger Teppich. Wichtig ist, die Dämmzwischenlage ohne Fugen und bis an die Wand aufzubringen, um zu verhindern, dass im Untergrund eventuell vorhandene Restfeuchtigkeit dem Holzbelag schadet.

Zu Beginn der Arbeiten werden die ersten Bodenelemente mit der Nutseite zur Wand verlegt. Dabei ist es unbedingt notwendig, mit Distanzklötzen einen Abstand von zirka 15 Millimetern zur Wand zu fixieren. Diese so genannte Dehnungsfuge ist wichtig, weil das Holz arbeitet. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass keine „Schallbrücke“ vom Belag zur Wand entsteht und sich dadurch der Schall über den Boden im ganzen Haus ausbreitet. Nut und Feder lassen sich am besten mit Hilfe einer Schlagleiste nahtlos aneinander fügen.
Tipp: Nicht mit dem Leim sparen. Überschüssiger Kleber lässt sich bei der Verlegung problemlos mit einem feuchten Tuch abwischen.
Mit einem Zugeisen werden die Elemente der letzten Reihe fest zusammengepresst, wobei die Presszeit je nach Leimsorte variiert. Zu guter Letzt Sockel- oder Fußleisten einfach annageln. Nach etwa einem Tag ist es möglich, den Parkett- oder Laminatboden zu betreten.

(Text: OBI/Bild: Auf gute Nachbarschaft mit Trittschallschutz)