Möbeltrends 2009: Weibliche Formen und Mix-Möbel

In der neuen Möbelsaison 2009 steht nach Informationen des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) grundsätzlich bei allen Möbeln Design und eine gute Qualität im Vordergrund.

VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas: „Diese Kombination zieht sich durch alle Preislagen und Angebote. Beide Kriterien sind Eintrittskarten in die Möbelwelt von heute und morgen. Immer mehr Menschen erkennen den Stellenwert einer guten Möbelqualität und eines guten Designs, was über der Zeit und damit über kurzweiligen Moden steht.“ Für die meisten Konsumenten sind Möbel langlebige Güter. So werden beispielsweise hoher Komfort beim Liegen, Bequemlichkeit beim Sitzen, Bedienungsfreundlichkeit beim Öffnen von Schränken, optimaler Stauraum in der Küche und Geräuschlosigkeit beim Öffnen von Schubläden mit guter Qualität gleichgesetzt und erwartet. Der heutige Konsument erwartet auch bei preiswerten Möbeln eine gute Qualität. Formen – Die neuen Polstermöbel haben weibliche Formen, sie sind in der neuen Saison organisch gestaltet. Weiche Oberflächenoptik, runde Elemente und wärmeres Design sind angesagt. Man geht weg vom eckigen und zackigen Sitzmöbel, hin zum anziehenden und einladenden Lümmelsofa, das Bequemlichkeit und Komfort verspricht. Farben - In der aktuellen Möbelsaison wird die Trendfarbe Weiß bleiben. Bei den Bezugsstoffen sehen wir neben Weiß auch viele erdige Naturtöne. Blau wird nach Jahren der Verbannung getestet, Aubergine bleibt und ist nicht zu übersehen. Auch Anthrazit und helleres Grau werden eine Rolle spielen. Muster - Ein neues Riesenthema bei Bezugsstoffen sind Ornamente. Ob nun floral oder barock, wilde und opulente Muster sind im Kommen. Anders als früher werden sie jedoch nicht komplett für die ganze Wohnlandschaft eingesetzt, sondern nur als Eyecatcher akzentuiert. Ob nun im kleinen Einzelmöbel, bei Kissen und Auflagen, als Vorhang oder Wandgestaltung. Mut zum prächtigen Muster ist angesagt. Oberflächen - Oberflächen der neuen Saison müssen sich gut anfühlen. Bezugsstoffe mit Struktur haben die besten Verkaufschancen. Beim Leder sind vor allem glatte Qualitäten erwünscht. Im Kastenmöbelbereich sind wieder mehr Lackoberflächen oftmals auch Hochglanzlacke zu sehen. Auch Holzoberflächen sind äußerst glatt und geschmeidig. Eine einladende und angenehme Haptik wird immer interessanter. Materialehrlichkeit ist ein Muss. Hölzer - Der dunkle Nussbaum wird seine wertige Stellung ausbauen. Bei Betten oder Schränken oftmals in Kombination mit Glas, Aluminium oder Edelstahl. Auch die dunkle Eiche bleibt weiter edel und elegant. Buche, Ahorn, Esche, Erle und Birke bleiben die vorherrschenden hellen Hölzer im Wohnmöbelbereich. Obsthölzer etablieren sich immer mehr. Die Kirsche mit ihren zarten, rötlichen Mustern spielt dabei eine herausragende Rolle. Neben Apfel-, Birnen- und Pflaumen- sowie Olivenhölzern wird Walnussholz im Möbelbereich wieder entdeckt. Die Verwendung heimischen Holzes nimmt zu und wird im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsdiskussion wichtiger. Zwecke - Mix-Möbel kommen: ihr Einsatz ist vielseitig und nicht zweckbezogen. So wie Wohnräume verschmelzen, verschwimmen Möbelangebote in ihrer Funktion. „Küche – Essen – Wohnen“ wird zu einer Einheit, alle Möbel passen überall hin. Wandlose Räume bedingen außerdem, dass die Möbel der neuen Saison auch von hinten schön und funktional sind. Stand ein Sofa bisher an der Wand, steht es heute offen und frei im Raum und ist gern zumindest teilweise drehbar und damit in jeder Raumrichtung nutzbar. Manche Sofas haben in der neuen Saison auch Regalböden am Rückenteil und eben nicht nur eine einfache Stoffverspannung. Dieser Megatrend der Verschmelzung der Wohnbereiche nimmt nun auch die beiden Bereiche Schlafzimmer und Badezimmer auf. Wir sehen immer mehr Lösungen für private Spa-Oasen, in denen die gute alte Badewanne und das Bett integriert sind. Hier darf es auch gern angenehm duften. Foto: imm cologne / Kettnacker